Breath of Life
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Vom Regen in die Traufe, oder so ähnlich ...

So gesehen hätte der Tag wirklich ein gutes Ende nehmen können. Aber ihr wisst ja, das Schicksal steht im Krieg mit mir und deswegen fand ich heute morgen schon die ersten Schwierigkeiten mit dem fehlenden Licht in mittlerweile der Hälfte an Räumen unserer Wohnung. Eigentlich in den frühen Stunden des Tages eine angenehme Sache, doch wenn man auf der verzweifelten Suche nach etwas Trinkbaren ist (das nicht gerade Lampenöl oder Waschmittel ähnelt), sind einem wirklich alle Mittel Recht, um ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen. Taschenlampe gezückt und Weg frei für das Chaos, tödliche Treppenstufen und höhnende Schrankkanten. Fabulös.

Nachdem die Schule also den Rest meiner geschätzten Aufmerksamkeit aufsaugen durfte und mich der Chemieunterricht in seiner besten Kunst auf dem Trockenen hatte schwimmen lassen, verwarf ich den Gedanken an ein gutes Ende und beschränkte meine gute Laune auf die bevorstehende Klausur in Biologie.
Kämpfend durch den Matheunterricht, ringend durch die eine verhängnisvolle Pause und Full Stopp. Die Krämpfe im Magen und die plötzliche Übelkeit hatten mich bei Bearbeitung und schwerwiegender Konzentration auf ein Dreieck vollkommen aus der Fahrtlinie gerissen und so bin ich zwangsläufig nach einigen misslungen Versuchen Aufmerksamkeit zu erhaschen, aus dem Klassenraum in Richtung Toilette geflohen, um mein Frühstück von heute morgen noch einmal genießen zu können.

Nachdem mich der Schwindel auch noch gepackt hatte und mir keinen Ausweg zur Flucht ließ, halfen mir meine Freunde mich torkelnd in Richtung Vorbereitungsraum zu bringen, damit ich meiner Lehrerin die Situation vor Augen für konnte – bzw. mich erklären wollte. Wurde nix, hat sie aber trotzdem verstanden, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Richtung Krankenzimmer, holprige Heimfahrt und Federbett mit lebendigen Fußwärmer, alias Duffy, konnte ich die restliche Zeit bis 4 Uhr damit verbringen meinen Magen wieder zu stabilisieren –was er immer noch nicht ist- und meinen Kreislauf erneut zur Ordnung zu rufen – wenigstens ein bisschen.

Voraussichtlich renne ich also am Montagnachmittag zum Arzt, der sich ganz bestimmt darüber freuen wird mich zu sehen, hat er nicht schon zur Zeit kaum etwas mit meiner Familie um die Ohren, damit ich die Bescheinigung meines Fehlens für die Klausur bekomme. Und dabei hatte ich so schön gelernt und jetzt darf ich den ganzen ‚Scheiß’ noch mal verinnerlichen. Nyu.

Naja, erstmal das Wochenende über die Runden bringen, etwas Aufatmen und Kamillentee konsumieren, meiner Mutter irgendwie unter die Arme greifen und Telefondienst für meinen Vater halten und dann fängt die Woche wieder ganz von vorn an. Diesmal wird es hoffentlich besser und ohne Komplikationen verlaufen! Bin guter Dinge – ungewöhnlich, ich weiß.
28.11.08 17:47


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